:: ANDREAS DOMBERT

Andreas Dombert

„Andreas Dombert spielt die Jazzgitarre der Zukunft“ (Süddeutsche Zeitung)

Andreas Dombert tourte in den vergangenen Jahren mit Weltstars wie Larry Coryell, Philip Catherine, Ulf Wakenius oder Airto Moreira. Mit seiner Formation „Night of Jazz Guitars“ trat er bei hochkarätigen internationalen Festivals auf, als Kopf der Band „Dombert´s Urban Jazz“ experimentierte er mit Elektronik-Einflüssen und feilte an seiner ganz eigenen Klangästhetik. Jetzt, mit Mitte 30, legt der Gitarrist seine erste Trio-Platte vor, die so etwas wie das Kondensat seines bisherigen Schaffens ist.

Das Album heißt schlicht „35“ und ist im Mai 2016 bei Yellowbird/ENJA erschienen. „Ich habe mich lange vor Aufnahmen in Trio-Besetzung gescheut, denn damit gibt man sein Innerstes preis“, sagt Andreas Dombert. „Doch jetzt war die Zeit reif dafür.“ Im Sommer 2015 ging er mit dem New Yorker Drummer Jochen Rückert und dem Münchner Bassisten Henning Sieverts ins Studio. Entstanden ist ein Album, das geprägt ist von einer warmen Melancholie und von Domberts untrüglichem Gespür für starke Melodien und breite Klangräume.

Neben seinem Trio-Debüt arbeitete Andreas Dombert 2016 an einem weiteren großen Projekt: der Veröffentlichung des zweiten „Night of Jazz Guitars“-Albums. Als Gäste konnten er und sein kongenialer Partner Paulo Morello dafür unter anderem Pat Martino, Michael Sagmeister und Jim Mullen gewinnen. Im Herbst 2016 gingen sie mit dem Londoner Fingerstyle-Virtuosen Martin Taylor und dem schwedischen Gitarrenstar Ulf Wakenius auf Tour.

Andreas Dombert begann seine musikalische Ausbildung mit klassischem Klavier. Später studierte er Jazzgitarre an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg bei Helmut Kagerer. Von 2002 bis 2004 war er Mitglied des Bundesjugendjazzorchesters unter der Leitung von Peter Herbolzheimer. Mit einem Studienaufenthalt in New York komplettierte er seine Ausbildung. Als Studiomusiker und Live-Gitarrist für verschiedene Pop-Acts bringt er es auf mehr als 500 Konzerte, Charterfolge und dutzende Fernsehauftritte.

Seine Band „Dombert’s Urban Jazz“ lotet seit 2010 die Grenzen des Genres aus – mit einem Mix aus analogen Sounds, Elektronik und Videokunst. Das „Urban Jazz“-Debüt erschien in der Reihe „Jazz thing - Next Generation“. Den Nachfolger „16/8“ lobte die „Süddeutsche Zeitung“ 2013 als „eines der spannendsten Alben des Jahres“. Ein Prädikat, das derselbe SZ-Kritiker ein Jahr später erneut einem Dombert-Album verlieh: „Duo“ mit dem Pianisten Chris Gall. Auf dieser intimen Platte präsentieren die beiden in ungewöhnlicher Besetzung eine hochspannende Mischung aus Jazz und Minimal Music.